Donnerstag, 3. Dezember 2009

Die Reise nach Savannakhet


Die Innenstadt von Savannakhet ist eine wunderbare Mischung aus französischer Kolonialarchitektur, chinesischen Geschäftshäusern und modernen Gebäuden. Die meisten Reisenden sind nur auf der Durchreise, dabei verpassen sie ein untouristisches, charmantes historisches Zentrum mit dem vielleicht letzten ursprünglichen Fahrrad-Saamlor des Landes. UNESCO hat Savannakhet noch keinen Besuch abgestattet; sie sollte es meiner Meinung nach tun. Eine Hotelgesellschaft hat ein französisches Kolonialgebäude auf dem Zentralplatz restauriert, das demonstriert, wie schön die Kolonialgebäude der Umgebung sein können. Der lang gezogene Hauptplatz wird durch die weichen Linien einer französischen Kirche beherrscht und ringsherum verstreut runden ockerfarbene Gebäude diesen Kolonialstil ab. Es gibt hier in der Nähe ein sehr modernes Kino, ein laotisches Artdeco Theater und das vietnamesisch-laotische Vereinigungsgebäude, die sich dieser Kategorisierung widersetzen. Die Residenz des kommunistischen Oberbefehlshaber Kaysone Phomvihane, ein schönes laotischen Haus, liegt restauriert in einem perfekt gepflegten Garten, für die Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich. In der Nähe steht ein hübsches französisches Kolonialhaus mit eingeschlitzten Holzverschlüssen, das zwischen 1935 und 1937 gebaut wurde und gehörte einst dem Stadthistoriker. Gegenüber liegt das Haus seines Vaters, dieser Mann war ein Berater des Vaters des letzten Königs von Laos. Die neueste architektonische Zierde von Savannakhet ist Savan Vegas, ein außerordentlich kitschiges Gebäude am Stadtrand. Die Fassade des Kasinos ist mit riesigen weißen Elefanten mit Kronen verziert und die Haustür ist zeigt eine verworrene Orgie von tanzenden Dickhäutern, die um einen Brunnen tanzen.

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